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Die Heiligen-Geist-Kapelle
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Die
Heiligen-Geist-Kapelle zu Uelzen wurde Anfang des 14.Jahrhunderts
errichtet und1321 geweiht. Sie war das Herzstück des angegliederten
Heiligen-Geist-Hospitals, das in zahlreichen deutschen Städten
des Mittelalters exestierte. Der Name erklärt sich aus der Lehre
der Kirche im Mittelalter. |
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Danach wird der Heilige Geist als Träger der Gaben der Barmherzigkeit
angesehen. Aufgenommen wurde Arme und Bedürftige. Den Dienst
im Hospital versahen Beginen-Schwestern. Diese lebten nach den Ordensregeln
des Heiligen Franziskus. Nach der Reformation 1527 wurde aus der
klösterlichen Stiftung ein Alt-Frauen-Heim.1966 hat die Heiligen-Geist-Stiftung
am Stadtwald im Westen der Stadt ein modernes Altenheim mit 73 Heimplätzen
davon 20 Pfegeplätze,errichtet 1476 wurde dem einfachen Kapellenhaus
eine durch Fußstaffeln gegliederte Fassade vorgeblendet und
durch den Chorbau mit fünf Fenstern erweitert, in die 1890
die wertvollen Glasgemälde, aus der St.-Viti-Kapelle, die zum
Lepra-Hospital, das einst vor dem Lüneburger Tor stand, eingesetzt
wurden.
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Der Stifter des St.-Viti-Kapelle war Propst Rupertus von Nortlo. 1412
wurde die dazugehörige Kapelle geweiht. Das Bild ihres Stiftes
befindet sich in der zweiten Fensteröffnung von links. Es zeigt
ihn als knieenden Priester, der das Modell der von ihm gestifteten
Kapelle darbietet. Die Glasmalereien sind Anfang des 15.Jahrhunderts
zur Zeit der Kapellenweihe entstanden und gingen möglicherweise
aus einer Lüneburger Werkstatt hervor. Der gotische Flügelaltar
aus dem Anfang des 16.Jahrhunderts ist wahrscheinlich eine Arbeit
aus einer Lübecker Werkstatt. Im Mittelfeld sehen wir Maria mit
dem Kinde als Himmelskönigin auf einer Mondsichel, flankiert
links von demApostel Johannes und rechts den Heiligen Nikolaus, der
einem Armen Almosen gibt.
Im linken Seitenflügel sind Petrus und Paulus dargestellt, unterhalb
die Heiligen und Ärzte Cosmas und Damian gemeinsam mit dem Heiligen
Franziskus. Der rechte Seitenflügel zeigt oben die Heiligen Sebaldus
und Stephanus, im Feld darunter die Heiligen Agnes und Margarete.
Die mit Renaissance-Architekturformen bemalte Kanzel stammt aus dem
späten 16.Jahrhundert. |
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Die
Geschichte der Stiftung zum Grossen-Heiligen-Geist
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Stiftungsurkunde existiert nicht, doch die erste urkundliche Erwähnung
liegt für den 25.März 1321 vor "der Knappe Ulrich von
Römstedt" der "Kapelle zum Heiligen Geist in Uelzen
ein Getreidemaß für 40 Mark Lünburgisch(zur dauernden
Rente) verkauft ". Im folgenden Jahr 1322 beurkundete der Probst
Raven in Uelzen als Archidiakon und Pleban als solcher hatte er das
Patronat über die Kapelle inne- mit dem rector in spiritualibus
die vereinbarte Gottesdienstordnung in der Kapelle und die Verteilung
der Einkünfte: Alljährlich sollten 24 Silberpfennige aus
den Einkünften an bedürftige Personen ausgeteilt werden.
Es wird weder ein fester Zeitpunkt festgelegt, noch ein bestimmter
Personenkreis oder Verwendungszweck. |
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Doch
von jeher war es Anliegen und Aufgabe der Stiftung ,Alte und Bedürftige
zu betreuen. Darauf zielen die 13 Urkunden der Stadt Uelzen ab, die
von 1321 bis 1333 den Erwerb von Getreideernten für die Kapelle
betreffen. Es waren entscheidenden Gründungsjahre der Stiftung
zum Großen Heiligen Geist. Die Zuwendung für die Bedürftigen
modifizierten sich im Laufe der Zeit so, das nun auch ein Einkaufsgeld
für die Prövnerinnen, die aufgenommen wurden, gezahlt werden
sollte.. Im 18 Jahrhundert waren es beträchtliche 40 Reichstaler.
Am 17. Mai 1774 wurde ein Verordnung erlassen, um dem enormen Andrang
der Stellenbesetzung entgegen zu wirken. Diese Verordnung besagte,
daß die Prövnerin mindestens das 24 Lebensjahr vollendet
haben mussten. Bei einem Wiederaustritt würde jeder Rechtsanspruch
auf das Einkaufsgeld entfallen. |
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Im Jahre 1878 wurde die Führung der Hospitäler, Großer
Heiliger Geist, Kleiner Heiliger Geist und St.Viti der Königlichen
Landdrosterei untergeordnet, die die Verwaltung regelte. Demzufolge
soll das Hospital ebenso der Aufnahme von Witwen und unverheirateten
Frauen dienen. Diese Einrichtung war im Zeichen der Sozialgesetzgebung
des 19 Jahrhunderts wieder auf die Absicht der früheren Jahrhunderte
zurückzuführen. Das heißt, es wurden wieder bedürftige
Personen aufgenommen
Und natürlich mußte die Kapelle selbstständig gepflegt,
durch Baumaßnahmen gesichert und auch erweitert werden.
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Skizze
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