Die Probstei

Das im gotischen-Stil (Lüneburger Backstein-Bau) 1292 errichtete Gebäude befindet sich gegenüber dem Eingangsportal der St. Marien Kirche. Einige der Backsteine sind lasiert, sodass sie bei Sonnenschein glänzen.

Dieses Gebäude ist sowohl Wohn-, als auch Amtssitz des Probstes (Superintendenten) des ev.-luth. Kirchenkreises Uelzen. Der Pastor der Gemeinde St. Marien hat seinen Wohnsitz ebenfalls in der Probstei.

Der Treppengiebel wurde um 1420 gemauert, 1593 dann zur spitzgiebeligen Fassade ausgebaut. Die ursprünglichen Treppen des Giebels sind nach dem Ausbau zum Spitzgiebel auch heute noch deutlich zu erkennen.

Durch zweimalige Zerstörung der Probstei:
1. Zerstörung: 1646 durch den Stadtbrand (Wiederaufbau 1647) und der
2. Zerstörung: 1945 durch Kampfhandlungen (Wiederaufbau 1949),
ist zwar das Gebäude zerstört worden, die Fassade aber, mit dem repräsentativen Eingang, hat den Zerstörungen standgehalten.
Über der eindrucksvollen Tür befindet sich folgende Inschrift:
Der Name des Herrn ist ein festes Haus.

Hinter der eindrucksvollen Eingangstür verbirgt sich zur Linken eine große Tafel, die folgende Angaben enthält:
Dieses feste Haus wurde erbaut um 1300,
mit Giebel geziert um 1420. Erweitert
im Herbst 1593 unter Probst Mag Jo-
hannes Montanus, es brannte aus
am 20.9.1646, wurde 1647 unter Probst Mag
Heino Kregel wiederhergerichtet, durch Artilleriefeuer
am 16. April 45 zerstört, 1949 wurde der
Wiederaufbau mit Gottes Hilfe unter Probst
L. Theol. Ernst Strasser vollendet.

Befindet man sich vor dem Gebäude, so sieht man zur linken Seite eine Mauer. Viele vermuten, das es ein Stück der Stadtmauer ist. Dem ist nicht so, denn diese Mauer zäunt lediglich den Probstei-Garten ein.

Befindet man sich vor dem Gebäude, so sieht man zur rechten Seite eine Informationstafel, die Angaben zur Errichtung, Zerstörung und Wiederaufbau der Probstei enthält.