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Der
Ratsteich ist erst 1643 (am Ende das 30jährigen Krieges) durch
Aufstau eines Ilmenauarmes entstanden, als die Stadt Uelzen festungsartig
ausgebaut wurde, und das Gudetor besondere Sicherungen erforderte.
Durch
die Regulierung der oberhalb Uelzens zusammenströmenden Flüssen
und Bäche, besonders aber der Gerdau, führt die schnellfließende
Ilmenau Sandmassen mit sich, die sich dann in dem ruhigen Wasser
des Ratsteiches ablagern.
Bis Mitte der 1990er Jahren verwahrloste der Ratsteich, bis er fast
ganz versandet und zugewachsen war. Im Zuge der Stadtsanierung wurde
er wieder freigelegt. Deshalb muss der Teich in regelmäßigen
Zeitabständen geräumt werden. Ein angebrachtes Sperrwehr
am Werder, der Insel zwischen Mühlenkolk und Ratsteich, schützt
vor gänzlicher Versandung.
Seit
Mai 2000 ziert den Ratsteich, durch die Initiative einiger Uelzener
Firmen, die Ratsteichfontäne. Im
Sommer und bei günstigem Wind erfrischt die Fontäne die
Spaziergänger einwenig.
Heute
ist der Ratsteich ein beliebter Treffpunkt. 2 Denkmäler stehen
am Rande des Teiches.
Das eine erinnert an den Aufstand des 17. Juni 1953.
Das andere erinnert an die Wiedervereinigung im Jahre 1990, die
für Uelzen als einst grenznahe Stadt von besonderer Bedeutung
war.
Der
Name "Ratsteich" könnte daher entstanden sein, dass
städtische Fischer im besagten Teich frische Fische für
die Ratsmänner gefangen hatten. Der Ratsteich diente in der
Vergangenheit als Viehtränke, wenn die Hirten abends zurückkamen.
Genutzt wurde der Ratsteich früher auch von der Feuerwehr als
Löschteich und von den Brauereien, die hier im Winter das Eis
schlugen, um es zum Kühlen ihres Bieres zu nutzen. So manch
einer wusch an den flachen Ufern seinen Wagen. Nicht zuletzt bot
der Ratsteich den Menschen Erholung, überaus beliebt war die
Ratsteichwieseneisbahn im Winter.
Nicht
zu vergessen ist die Uferpromenade! Sie
verbindet die Grünanlagen im Ilmenautal. Folgt man ihr, so
gelangt man nach einer kleinen Rechtskurve über die Schleuse
und den Wasserfall.
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