Schaumannsche Villa
 
1927 wurde die Villa für Elisabeth (Lilli) Schaumann, Mutter von Ruth Schaumann der bekannten Bildhauerin und Schriftsellerin , erbaut. Die Schaumannsche Villa befindet sich in der Mühlenstraße. Die Straßenfassade ist in den Verlauf der östlichen Stadtmauer aus dem Jahre 1386 eingelassen, die zu diesem Zweck in der Breite aufgebrochen wurde.
Am markanten roten Ziegelbau ist die Handschrift des Architekten Adolf Wendhut zu erkennen
Durch die wenigen kleinen Fenster und zwei Ziermauernischen wirkt die Fassade zur Straße hin eher verschlossen. Ursprünglich waren hier zwei Skulpturen der Künstlerin geplant.
 
Im Gegensatz dazu ist die Gartenfassade durch große Fenster und der schmalen Flügeltür, hinter denen sich das zentrale Musikzimmer befand, sehr offen gestaltet
Beim Bau der Villa wurde das Grundstück, das im Überschwemmungsbereich der Ilmenau liegt, aufgeschüttet um den Keller trocken zu halten. Dieses kann man deutlich an der hochgelegenen Terrasse erkennen.
Diese Haus entsprach genau den Vorstellungen seiner Besitzerin. Schon in ihrem ersten Bauantrag 1924 machte Lilli Schumann geltend, dass ihre Kinder künstlerische Berufe ausübten und für ihre Ferienaufenthalte in Uelzen ein großzügiges Heim und einen gewissen Komfort benötigen
 

Grundriss
Von 1972 - 1997 befand sich das Uelzener Standesamt in diesem Gebäude. Das ehemalige, im Haus zentral liegende Musikzimmer, diente in dieser Zeit als Trauzimmer. Auch befanden sich zeitweise Geschäftsräume der Volkshochschule Uelzen in der Schaumannschen Villa

Zur jetzigen Zeit befindet sich das Gebäude in Privatbesitz

 

 
Halle Eingang Musikzimmer
Treppenaufgang